Ahaus 2003

Fete am Bierwagen

Nachdem der erste gesendete Spähtrupp im letzten Jahr so viele einzigartige Resultate und Eindrücke mitbrachte, stellte sich dieses Jahr eine weitaus größere germanische "Streitmacht" zusammen, um in Ahaus endlich zu punkten...

Und zu unserer Überraschung, der germanische Donnergott Thor hat unsere Gebete -nunja, oder unsere Opfergaben (260 Dosen Pils ohne PFAND! Je 75 Steaks und Bratwürste)- angenommen und uns sogar den Einzug ins Viertelfinale geschenkt (den bisherigen größten Erfolg der kurzen, aber intensiven Vereinsgeschichte)...

Fangen wir aber von vorne an:

An einem recht sonnigen beschaulichen Samstag vor Pfingsten traf sich die oben genannte Streitmacht, um nach Ahaus aufzubrechen. Vorher galt es allerdings, das Gepäck in die vier Autos zu packen, was sich als recht schwierig erwies. Alleine das Dosenbier hat einen kompletten Vento-Innenraum in Anspruch genommen, sodass die beiden Fahrer recht beengt nach Ahaus fahren mussten. Die Fahrt allerdings war äußerst amüsant und feuchtfröhlich (zumindest für die Beifahrer):

Vor der Abfahrt
Der Präsident, Metti und Benno kurz vor Abfahrt.
Essen
Dag, Knatter, Daniela und Krabbe beim obligatorischen Zwischenstopp bei Mäkkis in Bad Oeynhausen

In Ahaus angekommen fanden wir auch recht schnell einen geeigneten Zeltplatz (5 m bis zum Bierstand, 20 m zum Frühstückszelt), wo wir sofort unsere Biervorräte ausluden und das Lager für die nächsten 40 Stunden aufschlugen.

260 Dosen Bier
Lagerbau
Uggu am Grill

Schnell wurde der Grill entfacht. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo wir uns mit einem mickrigen Grill zufrieden geben mussten, hatte Uggu einen Schwenkgrill mitgebracht, um die Hungrigen zu stillen. Sportkamerad Dag hatte passend dazu große Mengen an Fleisch mitgenommen, wovon letztendlich jeder Germane satt wurde. Sogar an unsere Gäste aus Schleswig konnten wir noch etwas abgeben. Leider sah es beim Bier etwas anders aus, die 260 Dosen haben nicht ganz bis zum Ende gehalten.

Der Sicherheitsmensch

Zu fortgeschrittener Stunde und etlichen Bieren und auch Heidegeists später wurden bereits erste Kontakte mit unseren "Zeltnachbarn" geschlossen. An dieser Stelle einen Gruß in das weit entfernte Schleswig, an den Sportverein Bökendorf (?). Vielen Dank für die musikalische Gestaltung des Abends... und noch einmal: "Rollo der Wikinger".
Am frühen Morgen (soll heißen nach 0 Uhr), lernten wir noch einen stämmigen und sehr furchteinflößenden, wenn nicht sogar gewaltigen Securitymenschen, äh, ich mein Sicherheitsmann, kennen, der zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Man munkelt, dass es nicht der richtige Beruf für den guten Mann war...

Uggu pennt

Im Hinterkopf schon bei den anstehenden Anstrengungen des nächsten Tages, legte sich ein Großteil der Germanen schlafen, um am nächsten Tag alles in ihrer Kraft stehende geben zu können. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass sich sogar ein kleiner Teil der Mannschaft den Abend durch den Kopf gingen ließen. Unvergessen wird wohl der Ausflug bleiben, bei dem Benno, Knatter und Schustarr mit den neuen Freunden per Taxi in ein 15 Kilometer weit entferntes Discodorf fuhren (das Dorf Münsterland) und morgens topfit die ersten, diesmal schlaftrunkenen Germanen begrüßten. Sie hatten sich auch schon aufgewärmt, indem sie zuerst aus dem besagten "Dorf" einen straffen Fußmarsch und, als wenn das noch nicht genug wäre, eine kleine Radtour (woher hatten sie die Vehikel bloß) bis zum Sportplatz hinlegten. Benno hatte sich vorher richtig in Schale geschmissen und verbrachte die Nacht in Fußballschuhen. Schustarr hingegen will nie wieder nach Ettenbüttel...

Daniela im Wasser

Nun gut, nach dem Frühstück, dem ersten Bier und der Organisation war es dann endlich soweit: Der HFC Germania Karberg hatte sein erstes Spiel! Er verlor zwar dieses und die folgenden beiden auch, dafür schossen Uggu und Lodda jeweils ein Tor für den HFC und reihen sich damit vorerst in die ewige Torschützenliste des HFC ein. Das Spielgeschehen war nicht sonderlich erwähnenswert - nun gut: Schustarr "deckt" breit besser als nüchtern - was unter anderem daran lag, dass einige Mannschaften erneut nicht zum Spaß dabei waren, sondern um wirklich zu siegen. Wir aber hatten am Rand einen Riesenspaß! Ein Planschbecken wurde gefüllt und jeder, der wollte, durfte für ein kleines Entgelt darin planschen oder nur die Rübe reinhalten. In Härtefällen (die leider auch vorkamen) wurde es sogar benutzt, um Verletzungen auszukurieren und das vorallem kostenlos!

In der Halle

Nebenbei wurde etliche Male die von Schustarr gesponsorte Saufmaschine herumgereicht, was sich eindeutig auf die Stimmung und vorallem den Spielfluss des Vereins auswirkte. Denn im Gegensatz zu anderen Teams war der HFC nur zum Spaß dabei und den hatte er auch... vorerst!
Leider machte uns der Wettergott einen Strich durch die Rechnung: unsere große Einnahmequelle -das Planschbecken- wurde ein Reinfall, weil eine "Unwetterwarnung" zu einer kurzzeitigen Turnierunterbrechung führte.
Das recht heftige Unwetter kam dann auch, allerdings wurde uns eine benachbarte Hockeyhalle als Notunterkunft zur Verfügung gestellt. In der Eile nach dem Turnierabbruch konnte jedoch alles Wichtige -unser Dosenbier, Klappstühle und Zigaretten- gerettet und trocken in die Halle gebracht werden. Ein kleines Stimmungstief überkam die Anwesenden, das noch nicht mal, durch "Wo ist Schuster?"-Fragen oder eben "Suchen und Finden wir den Schuster"-Spielchen zu einem neuen Hoch führen konnte...

Spielszene

Aber, dann war es soweit: Der bisher größte Erfolg des Vereins stellte sich ein: Durch die Sportkameraden Krass und Lodda, die erfuhren, dass nach dem Unwetter das Turnier weitergeht, erreichte der HFC das Achtelfinale. Und das mit 0 Siegen und nur 2 geschossenen Toren und einiger Gegentore! Olé olé! Viele Teams fuhren ab, weil sie das schlechte Wetter nicht mochten (die Schwuppen!) und somit gleich mit dem Achtelfinale begonnen wurde.
Die Startmannschaft (Uggu, Prahli, der glänzend parierte, Dag, Lodda und Wolzborch) schaffte das, was kaum einer erwartete, wir bezwangen den Gegner durch eine grandiose Leistung und vor allem durch die drei wunderschönen Tore von Uggu! (Ja, es war ein Hattrick!!!) Auf dem nun schlammigen Boden war jedes Tor und der dann folgende Sauhaufen eine wahre Freude! Und nun standen wir im Viertelfinale!!! Wo dann auch Schluss war, was aber niemanden so wirklich traurig stimmte! Schade ist eigentlich nur, das wir kein Bier gewonnen haben, sondern nur diese Schwuppen, gegen die wir im Viertelfinale verloren haben!

Haustier

Wie dem auch sei, der Abend war noch sehr lustig...
Besonders die Pavillons, die wir für regnerisches Wetter mitgenommen hatten, erwiesen sich nun als äußert praktisch, denn so konnte uns der Regen nix mehr anhaben. Aber zu späterer Stunde war es dann auch wieder trocken und wir konnten unsere Überdachung wieder verlassen. Besonders Knatter hat sich hier ein Lob verdient. Denn auf seiner Erkundungstour über das Sportgelände fand er etwas, was er in der Dunkelheit für einen Hund hielt. Mit den Worten "Kuckt mal, ich habe ein Haustier für uns gefunden!" kam er mit dem vermeintlichen Hund in unser Lager zurück. Bei etwas genauerer Betrachtung erwies sich der Hund dann als Schweinekopf. Aber was soll es - wir hatten unseren Spaß mit dem neuen Haustier.

Lodda

Neben Knatters Haustierfund hat auch Lodda Respekt verdient: Er wurde nämlich zum Saufmaschinen-König gekührt. Die etlichen Liter, die er mit ihr verschlungen hat, waren ein Grund, warum unser Dosenbier nicht gereicht hat. Auch unser beliebter Heidegeist kam gut an, besonders bei den Zelt-Nachbarn und Turnier-Veranstaltern, die etwas von unserem edlen Zaubertrank probieren durften.
Bis lange in die Nacht wurde noch gefeiert, bis einige am nächsten Morgen mit verkatertem Kopf aufwachten und wirklich zügig die Sachen gepackt wurden und man mit "hupenden" Fahnen das Feld in Ahaus verließ...
Hat Spaß gemacht Jungs...

PS: Die Fotosammlung ist sehr empfehlenswert!

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